Vor genau 50 Jahren, am 12. April 1961, schreibt der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin Geschichte. Er ist der erste Mensch, der die Anziehungskraft der Erde hinter sich lässt und den Weltraum erreicht. Mit seiner Kapsel Wostok-1 umkreist er zum ersten Mal den gesamten Planeten und läutet damit den Beginn der bemannten Raumfahrt ein.
Doch Gagarins Flug bedeutet nicht nur den Anfang einer neuen Ära, er ist auch Höhepunkt und Meilenstein eines erbitterten, jahrzehntelangen Wettstreits zwischen zwei Nationen und zwischen zwei Männern: dem deutschen Raketenpionier Wernher von Braun auf Seiten der USA und seinem im Geheimen agierenden Gegenspieler Sergej Koroljow auf Seiten der Sowjetunion. Beide sind geniale Ingenieure und Organisatoren, beide haben seit ihrer Jugend nur einen Traum: den Weltraum.
Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bis zuletzt ist offen, wer den Wettlauf hin zu einem ersten bemannten Raumflug schafft. Am 12. April 1961 jedoch sind die Würfel gefallen: Der Sowjetunion ist es nach dem Satelliten Sputnik gelungen, den vermeintlich technologisch überlegenen USA in einem wichtigen Meilenstein der Raumfahrt zuvorzukommen. Wie aber konnte es dazu kommen? Wer waren die Akteure? Wie die Umstände? |